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Bischöfe: "Humanitäre Notlage" in Venezuela - Kaum Lebensmittel

In Venezuela werden nach kirchlichen Angaben die Lebensmittel für breite Teile der Bevölkerung immer knapper. Die Regierung müsse eine "humanitäre Notlage" ausrufen, forderte der venezolanische Bischof Juan de Dios Pena Rojas in einem am Donnerstag auf dem Blog des Hilfswerks Misereor verbreiteten Interview. Sein Amtsbruder Carlos Alfredo Cabezas Mendoza fügte hinzu: "Derzeit ist die Versorgung mit Nahrungsmitteln extrem gefährdet, ebenso sind die Gesundheitsdienste in einer prekären Lage." Laut Caritas Internationalis erreicht insbesondere die Mangelernährung bei Kindern in Venezuela den Rang einer humanitären Krise.

Juan de Dios Pena Rojas, der Bischof von El Vigia-San Carlos del Zulia, sagte: "Zunächst besteht aus meiner Sicht der wichtigste Schritt darin, dass die Regierung offiziell erklärt, dass Venezuela sich in einer humanitären Notlage befindet, damit wenigstens seitens der internationalen Gemeinschaft endlich genügend Lebensmittel und Medikamente ins Land gebracht werden können." Er fügte hinzu: "Der nächste Schritt wäre, das muss man ganz klar sagen, die Auswechslung der Regierung."
Im Moment befinde sich das Land "in einer düsteren und undurchsichtigen Lage", betonte der Bischof und fügte hinzu: "Eigentlich sollte man immer auf den guten Willen einer Regierung hoffen. Aber mit der derzeitigen politischen Führung ist das nicht möglich."
Caritas International erklärte unter Berufung auf Mitarbeiter in Venezuela, fast die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren leide in den Gebieten, die das katholische Hilfswerk im Blick habe, unter Mangelernährung oder sei davon akut bedroht. "Wir sind extrem besorgt," sagte Janeth Marquez, Direktor von Caritas Venezuela. "Deshalb gehen wir nun an die Öffentlichkeit."

KNA

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