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Bischöfe stärken Forschung und halten an Kirchenasyl fest

Die bayerischen Bischöfe weiten ihr Hochschulengagement aus. Zum Abschluss ihrer Frühjahrsvollversammlung gaben sie am Donnerstag in Bamberg bekannt, dass sie das neue Kompetenzzentrum "Zukunft Alter" an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München (KSFH) dauerhaft finanziell fördern wollen. Zum Start des im vergangenen Herbst eröffneten Zentrums habe es bereits eine Viertelmillion Euro gegeben. In den kommenden Jahren sollten jeweils mindestens 350.000 Euro für den Betrieb bereitgestellt werden.

Die KSFH ist eine bundesweit anerkannte Ausbildungs- und Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Pflegewissenschaften und der Sozialen Arbeit. Das neue Zentrum soll Expertenwissen schneller in die Lehre, Fort- und Weiterbildung sowie in die Praxis befördern. Außerdem soll in dem Verbund systematisch und interdisziplinär zu Themen wie Palliative Care und Hospizarbeit, Spiritualität und Alterspastoral, Versorgungskonzepte in Pflege und Sozialer Arbeit oder Lernen im Alter geforscht werden.
Auf Nachfrage von Journalisten nutzte der Vorsitzende der Freisinger Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die Gelegenheit, an die Verabredungen mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zum Kirchenasyl zu erinnern. In Oberfranken hatten zuletzt mehrere Ermittlungsverfahren zu dieser Praxis gegen evangelische Kirchengemeinden für Schlagzeilen gesorgt.
Marx sagte, er gehe davon aus, dass die Vereinbarungen mit dem BAMF weiter gälten. Jedes katholische Kirchenasyl müsse mit dem Katholischen Büro und den Behörden abgesprochen werden. Insofern handle es sich dabei nicht um ein "illegales Untertauchen". Bei Anzeigen müssten Staatsanwälte ermitteln. Wenn sich alle an die Regeln hielten, müssten diese Verfahren aber schnell eingestellt werden. Nach Angaben des Katholischen Büros hat es in Bayern bisher wegen der Gewährung von Kirchenasyl keinen Gerichtsprozess gegeben. Derzeit seien 150 bis 200 Asylbewerber in dieser Form kirchlicher Obhut.
Das von Marx für das Erzbistum München und Freising am Montag vorgestellte Pilotprojekt zu neuen Formen von Gemeindeleitung beschäftigte auch das Treffen mit seinen Mitbrüdern. Etwa eine Stunde habe man sich darüber ausgetauscht, Übereinstimmung im Grundsätzlichen festgestellt, aber auch Unterschiede in der Vorgehensweise und "manche Ungleichzeitigkeit", berichtete der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Ähnliche Experimente gebe es aber in mehreren Bistümern, auch in seinem.
Marx sagte, jeder Bischof trage dafür die Verantwortung in seiner Diözese. Man habe aber nicht die Zeit zu warten, bis alle Fragen geklärt seien. Trotzdem müsse darüber weiter auch in der Bischofskonferenz diskutiert werden.

KNA

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