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Bischof Bode "völlig überrascht" über seine Wahl

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode (66) ist „völlig überrascht“ über seine Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Er zeigte sich am Dienstag vor Journalisten in Fulda erfreut, dass so viel Vertrauen in ihn gesetzt worden sei.

Bode betonte, dass er und der Bischofskonferenz-Vorsitzende, Kardinal Reinhard Marx, beide aus dem Erzbistum Paderborn stammen und sich seit Studienzeiten kennen. Akzente kann Bode nach eigener Einschätzung vor allem in seelsorglichen und ökumenischen Fragen setzen. Ob und wie dies geschehe, müsse abgesprochen werden.

Voranbringen will Bode Diskussionen darüber, wie eine Kirche der Zukunft aussehen könne. Er erinnerte in dem Zusammenhang an den Priestermangel. Es gelte, über neue Leitungsmodelle nachzudenken. Dies geschehe zwar in allen Bistümern, aber oft nur nebeneinander und nicht miteinander.

Der Osnabrücker Bischof räumte ein, dass unter den Bischöfen die Bewertung des Reformationsgedenkjahrs verschieden sei. Aus seiner Sicht hat sich in den vergangenen Monaten „der Grundwasserspiegel der Ökumene erheblich verbessert“. Trotz „euphorischer Erlebnisse“ gebe es aber immer noch trennende Punkte. Zudem sei unter den Kirchen selbst noch unklar, was genau das Ziel der Ökumene sein könne. In einer zunehmend atheistischer oder religiös ungebundener werdenden Gesellschaft müssten sich die Christen gemeinsam aufstellen, so Bode.

Bode wurde auf der Herbstvollversammlung der Bischöfe in Fulda zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und folgt in diesem Amt auf den Hildesheimer Bischof Norbert Trelle, der aus Altersgründen ausgeschieden ist. Bode ist seit 1995 und damit so lange wie kein anderer deutscher Ortsbischof im Amt.  KNA

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