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Hilfswerk Adveniat: Lage nach Erdbeben in Mexiko "dramatisch"

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat stuft die Lage nach dem zweiten schweren Erdbeben in Mexiko binnen zwei Wochen als "dramatisch" ein. Der Mexiko-Referent des katholischen Hilfswerks, Reiner Wilhelm, sagte am Mittwoch in Essen: "Das gesamte Ausmaß des schweren Erdbebens ist noch nicht abzusehen - die Zahl der Todesopfer wird ständig nach oben korrigiert. Viele sind noch unter den Trümmern eingestürzter Gebäude verschüttet." Die mexikanische Regierung spricht bislang von mindestens 248 Toten.

Besonders betroffen seien die Hauptstadt Mexiko-Stadt und Puebla. "Insgesamt leiden 20 Millionen Menschen unter den Folgen des Bebens", so Adveniat. Die Kirche vor Ort sammele Informationen aus allen betroffenen Regionen und koordiniere Hilfsaktionen. Adveniat stelle dafür 20.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung, hieß es.

Das Beben mit einer Stärke von 7,1 ereignete sich auf den Tag genau 32 Jahre nach der Erdbebenkatastrophe in Mexiko von 1985. Damals kamen etwa 10.000 Menschen ums Leben.

Auch im etwa 800 Kilometer vom Epizentrum entfernt gelegenen San Cristobal de las Casas sei der Erdstoß vom Dienstag deutlich zu spüren gewesen, berichtete Adveniat-Projektpartner Bruder Joachim Mnich. Erst vor zwölf Tagen, am 7. September 2017, hatte dort die Erde ebenfalls gebebt. "Bereits nach dem ersten Erdbeben gibt es hier etliche Schäden an alten Häusern und Kirchen - die Kathedrale ist zurzeit aus Sicherheitsgründen gesperrt", so Mnich.

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt nach eigenen Angaben derzeit etwa 350 Projekte in Mexiko mit einer Summe von 1,8 Millionen Euro.

KNA

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