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Kardinal Marx erinnert an katholische Soziallehre

Mit Blick auf die gesellschaftlichen und sozialen Verwerfungen der Gegenwart hat Kardinal Reinhard Marx zu einer Wiederentdeckung der katholischen Soziallehre aufgerufen. Sie sei ein "großer Schatz" und ein auf die jeweilige Situation angewandtes Evangelium, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Wochenende in München. Die Kirche trete für "Recht und Gerechtigkeit in der modernen Gesellschaft, in der Industriegesellschaft, in der kapitalistischen Gesellschaft" ein.

Dabei gelte es, immer wieder neu auf die Herausforderungen der jeweiligen Zeit zu reagieren, fügte der Münchner Erzbischof hinzu. Heute seien dies unter anderem "die wachsende Ungleichheit, die Spaltung, die Finanzkrise, die eigentlich dazu hätte führen müssen, dass wir über den Kapitalismus hinausdenken". All dies müsse die Menschen beunruhigen. Die Kirche habe dabei einen Auftrag, "den wir nicht abgeben können", so Marx. Sie müsse stets die "Stimme der Hoffnung für alle Menschen" sein.

Die katholische Soziallehre war 1891 durch die Enzyklika "Rerum Novarum" von Papst Leo XIII. begründet worden. Marx äußerte sich bei der 125-Jahrfeier der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Bayern in der Kirche Sankt Wolfgang in München. Am 12. Oktober 1891 hatten sich in der Landeshauptstadt katholische Arbeitervereine aus ganz Bayern erstmals zu einem süddeutschen Verband zusammengeschlossen. Daraus entstand die KAB, die heute im Freistaat mit rund 50.000 Mitgliedern in allen sieben Diözesen vertreten ist.

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