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Kirchen rufen zu respektvollem Miteinander mit Flüchtlingen auf

Die Kirchen in Deutschland rufen zu einem respektvollem Miteinander im Umgang mit Flüchtlingen auf. Politik, die Fremdenfeindlichkeit schüre und von Angst gegen Überfremdung lebe, "ist mit einer christlichen Haltung nicht vereinbar", heißt es in einem Gemeinsamen Wort von katholischer, evangelischer und orthodoxer Kirche, wie die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Donnerstag in Bonn mitteilte. Mit dem Schreiben laden sie zur 42. Interkulturellen Woche ein, die unter dem Leitthema "Vielfalt verbindet" vom 24. bis 30. September stattfindet.

Eine vielfältige Gesellschaft sei bereits Realität, heißt es in dem Schreiben des DBK-Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und des Vorsitzenden der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos. Diese Gesellschaft gelte es zu gestalten und "aus der Vielfalt ein starkes, gemeinsames Wir zu entwickeln".
Zudem fordern die Kirchen von der Politik, dem Schutz der Familie in der Flüchtlingspolitik hohe Priorität zuzumessen. Gleichzeitig betonten die Kirchenvertreter, dass Asylanträge in einem rechtsstaatlichen Verfahren auch abgelehnt werden könnten. "Auch wenn ein Asylbewerber nach Abschluss eines rechtsstaatlichen Verfahrens in seine Heimat zurückkehren muss, trägt unser Land eine Mitverantwortung für sein Wohlergehen." Abschiebungen in lebensgefährliche Gebiete seien inakzeptabel. Niemand dürfe in eine Region zurückgeschickt werden, in der das Leben durch Krieg und Gewalt bedroht ist.
Die Interkulturelle Woche ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der EKD und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 in mittlerweile mehr als 500 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland statt.
KNA

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