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Medien: Papst feiert mit Lateinamerika-Bischöfen Romero-Gedenken

Medienberichten zufolge feiert Papst Franziskus am 24. März mit Bischöfen aus El Salvador und weiteren lateinamerikanischen Ländern einen Gottesdienst im Vatikan aus Anlass des Gedenktags des Seligen Oscar Romero (1917-1980). Das berichtete der römische Nachrichtenblog "Il Sismografo" am Montag. Am 24. März 1980 war der Erzbischof von San Salvador während eines Gottesdienstes niedergeschossen worden. Am 23. Mai 2015 wurde er als Märtyrer seliggesprochen. In diesem Jahr jährt sich sein Geburtstag zum hundertsten Mal.

Medienberichten zufolge wollen die Bischöfe, die kommende Woche ihren Ad-limina-Besuch abhalten, für eine Beschleunigung des Heiligsprechungsprozesses Romeros werben. El Salvadors Präsident Salvador Sanchez Ceren schloss sich der Initiative mit einem Brief an Franziskus an. "Dies sei der Ruf des salvadorianischen Volkes", so Ceren.
Eine Heiligsprechung des Märtyrers ist nach jüngsten Informationen aus dem Vatikan in greifbare Nähe gerückt. Kurienerzbischof Vincenzo Paglia berichtete im italienischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk RAI, er habe zuletzt Informationen über ein mögliches Wunder erhalten, das auf Fürsprache Romeros gewirkt worden sein soll. Es handle sich um eine schwangere Frau, die aus medizinischer Sicht samt ihrem Kind keine Überlebenschance mehr gehabt habe und dann auf unerklärliche Weise gerettet worden sei.
"Wir hoffen, dass das Wunder anerkannt wird", so Paglia weiter: "Zum 100. Geburtstag Romeros in diesem Jahr wäre es eine außergewöhnliche Fügung, wenn dieses Jahr zugleich Vorabend seiner Heiligsprechung sein kann". Wenn der Vatikan ein Wunder anerkannt hat, ist die Heiligsprechung eines bereits seliggesprochenen Kandidaten in der Regel Formsache.
Paglia ist in dem vatikanischen Verfahren Anwalt für die Heiligsprechung Romeros, der wegen seines Einsatzes für Arme und Entrechtete vor allem in Lateinamerika verehrt wird. Der am 15. August 1917 geborene Romero wurde im Mai 2015 als Märtyrer seliggesprochen. Nachdem das Verfahren aufgrund von innerkirchlichen Widerständen jahrelang stockte, hatte Papst Benedikt XVI. (2005-2013) den Weg zu seinem Abschluss im Dezember 2012 kurz vor seinem Rücktritt frei gemacht.
Märtyrer, also aus Hass gegen ihren Glauben getötete Katholiken, können ohne Anerkennung eines Wunders seliggesprochen werden. Für die etwaige darauf folgende Heiligsprechung eines Märtyrers ist jedoch - wie auch bei allen anderen Personen - in der Regel ein Wunder nötig, das auf Fürsprache des Kandidaten zurückgeht. Es muss nach dessen Seligsprechung erfolgt sein.
In der Regel handelt es sich um medizinisch unerklärliche Heilungen. Sie müssen von einer Ärztekommission der Heiligsprechungskongregation im Vatikan als solche bestätigt werden. Eine vatikanische Theologenkommission prüft anschließend, ob es sich um ein Wunder handelt.

KNA

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