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Papst beklagt "dramatische Kluft" zwischen Arm und Reich

Papst Franziskus beklagt eine "dramatische Kluft zwischen denen, die zu viel, und denen, die nichts haben". Es müsse gerechtere Formen der Teilhabe geben, forderte er am Dienstag auf einem Kongress im Vatikan zu der vor 50 Jahren erschienenen Sozial-Enzyklika "Populorum progressio". Nur eine Integration zwischen armen und reichen Gesellschaften ermögliche der Menschheit "eine Zukunft des Friedens und der Hoffnung", so der Papst.

Franziskus erinnerte an die Formel seines Vorgängers Paul VI. (1963-1978), Entwicklung müsse "jeden Menschen und den ganzen Menschen im Auge haben". Zu einem ganzheitlichen Wachstum gehörten unverzichtbar Wirtschaft, Finanzen, Arbeit, Kultur, Familie und Religion; keiner dieser Bereiche dürfe absolut gesetzt und keiner ausgeschlossen werden.
Weiter mahnte der Papst ein neues Verhältnis zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft an. Die westliche Kultur habe das Individuum überhöht und praktisch zu einer Insel gemacht; demgegenüber gebe es "Weltanschauungen und politische Kräfte, die die Person erdrückt, vermasst und jener Freiheit beraubt haben, ohne die sich der Mensch nicht mehr als Mensch fühlt".
Das 1967 erschienene Lehrschreiben "Populorum progressio" befasst sich mit Entwicklungsfragen und einem Ausgleich zwischen der reichen und der armen Welt. Zum 50. Jahrestag der Publikation fand am Montag und Dienstag eine Konferenz im Vatikan statt. Ausgerichtet wurde sie von der von Kardinal Peter Turkson geleiteten Vatikan-Behörde für ganzheitliche Entwicklung, die für Fragen sozialer Gerechtigkeit zuständig ist.

KNA

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