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Pflegerat fordert bessere Bedingungen in Heimen und Kliniken

Bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte in Deutschland fordert der Präsident des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus. In deutschen Krankenhäusern sowie in der Altenpflege herrsche ein dramatischer Personalmangel; die 1,2 Millionen Pflegekräfte seien überlastet und würden schlecht bezahlt, sagte er am Donnerstag zum Auftakt des vierten Deutschen Pflegetags in Berlin. Die Pflegenden fühlten sich von der Politik alleingelassen. Dass laut einer neuen Umfrage 30 Prozent der Pflegekräfte ihren Beruf in keiner Weise weiterempfehlen wollten, sei ein Alarmsignal.

Sechs Monate vor der Bundestagswahl wies Westerfellhaus zugleich darauf hin, dass die Pflegenden die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen seien. Gemeinsam mit fast 3 Millionen Pflegebedürftigen und 4,5 Millionen pflegenden Angehörigen wollten sie Druck machen, um die "entscheidende Zukunftsaufgabe" Pflege nach vorn zu bringen.
Kein Verständnis zeigte Westerfellhaus für die andauernde Hängepartie beim Pflegeberufegesetz. "Ein Jahrzehnt lang haben wir für eine qualitative Neuordnung der Pflegeausbildung gerungen, unzählige Modellvorhaben haben klare Ergebnisse gebracht. Jetzt muss Schluss sein mit der unsäglichen Diskussion", sagte er. Das im Kabinett bereits verabschiedete Gesetz müsse noch vor der Wahl im Bundestag verabschiedet werden.
Widerstand gegen eine gemeinsame Ausbildung von Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflegern gibt es innerhalb der Union, aber auch von Arbeitgebern und Gewerkschaften. Kritiker befürchten einen Qualitätsverlust und Nachteile für die schlechter bezahlte Altenpflege. Befürworter betonen, dass Deutschland mit der gegenwärtigen spezialisierten Ausbildung in Europa allein stehe und dass die Generalistik den Pflegeberuf attraktiver mache.
Die Branchenveranstaltung steht bis Samstag unter dem Motto "Pflege hat die Wahl!". Erwartet werden rund 8.000 Teilnehmer aus Politik, Medizin, Wissenschaft und Pflege, darunter Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (beide CDU), sowie die gesundheitspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen.
Weitere zentrale Themen des Treffens sind die Forderung nach einem gesetzlichen Personalschlüssel in Krankenhaus- und Altenheimpflege, die Digitalisierung in der Pflege, die Pflege am Lebensende, der Umgang mit Demenzkranken in Kliniken und Heimen sowie die Versorgung von Migranten.

KNA

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