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Scharfe Kritik an Trumps Kehrtwende beim Klimaschutz

Die Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump beim Klimaschutz stößt weltweit auf scharfe Kritik: "Wer jetzt versucht, den Rückwärtsgang einzulegen, schadet nur sich selbst im internationalen Wettbewerb", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) der "Süddeutschen Zeitung". Der technologische Wandel lasse sich nicht aufhalten.

Der Chef des UN-Umweltprogramms Unep, Erik Solheim, appellierte an die USA, sich nicht von der Klimapolitik zu verabschieden. "Wir brauchen die Führungskraft der USA im Klimaschutz jetzt mehr denn je", sagte Solheim der Zeitung. Der Klimawandel verlange eine "koordinierte, entschlossene globale Antwort".

Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan nannte Trumps neues Dekret "unmoralisch und politisch motiviert". Der Klimaschutz werde aber trotzdem weitergehen: "Die Energiewende weltweit, auch in US-Städten und Bundesstaaten, lässt sich nicht mehr aufhalten." Trumps Zurückrudern beim Klimaschutz könnte Sogwirkung auf andere Länder haben, warnte Tom Steyer, Gründer der Umweltlobby Nextgen. Der Kurswechsel gefährde "den Zustand der Welt".

Unterdessen kündigten die Gouverneure von Kalifornien und New York an, sich weiterhin dem Klimawandel entgegenzustellen. Mit oder ohne Washington wollten sie mit ihren Partnern weltweit zusammenarbeiten, um den Klimawandel zu bekämpfen, gaben Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown und New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt.

Trumps Vorgehen sei "hochgradig irreführend und ignoriere auf schockierende Weise die Wissenschaft", heißt es in der Mitteilung weiter. Die beiden Staaten hatten sich bereits unter der Obama-Regierung den Klimawandel auf die Fahne geschrieben: Beide Staaten wollen unter anderem bis 2030 die Hälfte ihres Stroms durch erneuerbare Energien herstellen.

US-Präsident Donald Trump will die Umwelt- und Klima-Politik seines Vorgängers Barack Obama per Dekret zurücknehmen und setzt dabei wieder verstärkt auf Kohle. Damit verfolgt er eigenen Angaben zufolge zwei Kernziele: Die Wiederbelebung der Montanindustrie soll die Energieunabhängigkeit der USA stärken. Gleichzeitig soll die Bergbaubranche eine Perspektive bekommen, die seit Jahren im Abschwung ist.

Derzeit sind noch rund 75.000 Kohle-Bergleute in Arbeit. Trump hatte ihnen seine Unterstützung im Wahlkampf zugesichert und in den Bergbauregionen überproportional viele Stimmen erhalten.

Nach Angaben eines Sprechers des Weißen Hauses glaubt Trump, dass dieser Kurswechsel beides zugleich garantieren könne: mehr Energieproduktion aus fossilen Brennstoffen sowie saubere Luft und sauberes Wasser.

Umweltschützer und Energieexperten bezweifeln das und sehen weder für die Energieunabhängigkeit noch für die Arbeitsplätze in der Montanindustrie längerfristige Perspektiven. Die Umsetzung der neuen Umwelt- und Klimaziele werde Jahre dauern. Umweltaktivisten haben zudem rechtliche Schritte gegen die Verordnung angekündigt.

KNA

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