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Serie von Angriffen auf Umweltschutzbehörden im Amazonaswald

Aufgebrachte Goldsucher in Brasilien haben am Wochenende eine Reihe von Angriffen auf staatliche Umweltschutzbehörden in der Amazonas-Region Humaita verübt. Wie örtliche Medien berichteten, soll es sich um eine Racheaktion handeln, nachdem die Behörden gegen illegale Goldsucher in Naturschutzgebieten am Madeira-Fluss vorgegangen waren. Soldaten der brasilianischen Armee und Bundespolizisten versuchten nun, in Humaita für Sicherheit zu sorgen.

Am Freitag hatten Goldsucher sieben Fahrzeuge sowie die Gebäude der staatlichen Umweltschutzbehörden Ibama und ICM-BIO in Humaita in Brand gesetzt. Bei dem Versuch, das Gebäude der Behörde für die Landreform, Incra, zu stürmen, kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dabei fielen Schüsse, ein Passant wurde verletzt. Die Beamten der drei Behörden suchten in Kasernen des brasilianischen Militärs Zuflucht. Am Samstag gingen die Unruhen am Madeira-Fluss weiter. Dabei setzten Goldsucher ein Schiff von ICM-BIO in Brand.

Die Goldgräber wehren sich gegen die ihrer Meinung nach übertriebenen Aktionen der Behörden. Diese hatten zuvor bei Inspektionen in illegalen Goldgräbercamps 39 Boote konfisziert und dann angezündet. Ibama erklärte dazu, dass die in Umweltschutzgebieten gefundenen Boote zerstört worden seien, weil es keine Möglichkeit für einen Abtransport gegeben habe. Man habe eine Fortsetzung der illegalen Tätigkeiten verhindern müssen.

Auch in anderen Regionen des Amazonaswaldes gab es Proteste gegen das Vorgehen der Behörden. So blockieren aufgebrachte Goldsucher seit drei Tagen in Ourilandia do Norte im Teilstaat Para eine Straße. Zuvor hatten die Behörden Fahrzeuge und Maschinen der Goldsucher zerstört, weil sich diese im Indigenenreservat Kayapo befanden.

KNA

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