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Sozialbischof Overbeck für kritischen Dialog mit der AfD

Der katholische Sozialbischof Franz-Josef Overbeck befürwortet eine sachliche und kritische Auseinandersetzung mit der AfD. Die Kirche rede ja auch mit anderen Parteien, sagte er am Dienstag in Bergisch Gladbach. Bei der Afd könne es allerdings ein "Diskurs durchaus strittigster Art" werden. Die Kirche müsse dabei mit Vernunftargumenten ins Gespräch gehen und auf der Anerkennung der Menschenwürde und anderer Werte bestehen. Wer etwa anderen Menschen die Würde nicht zugestehe, überschreite eine Linie, die die Kirche nicht akzeptieren dürfe.

Auf die Frage, wie er das Parteiprogramm der AfD aus christlicher Sicht beurteile, sagte Overbeck, jeder Christ müsse selbst klare Kriterien bei seiner Wahlentscheidung anwenden. Dazu gehöre neben den christlichen Werten auch die kirchliche Soziallehre. Bischöfe könnten und sollten hier aber keine Vorschriften machen. Im politischen Raum könne die Kirche nicht mit Glaubensargumenten kommen, sondern müsse jene Vernunftargumente ins Feld führen, die allen zugänglich seien.
Angesichts von Globalisierung und Digitalisierung gebe es "eine neue Sehnsucht nach einer abgeschlossenen Heimat", sagte Overbeck bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Als weltweit aufgestellte Organisation bestehe die Kirche aber auf einem "Heimatbegriff, der sich der Perspektive auf die Welt nicht verschließt".
Der Präsident des Deutschen Caritasverbands, Peter Neher, warnte davor, potenzielle Wähler der AfD pauschal "mit dem Stigma des Nicht-Christlichen zu versehen". Zugleich müssten Kirche und Caritas immer an der Seite der Schwachen stehen und sich dem "Gift der einfachen Lösung" der Populisten widersetzen.

KNA

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