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Memmingerberg erinnert an Aufbau und Weihe der Kirche St. Ambrosius

Ein ganzes Bündel von Jubiläen hat die Pfarrei St. Ambrosius in Memmingerberg gefeiert. Vor 50 Jahren wurde die Pfarrkirche St. Ambrosius geweiht, vor 20 Jahren die Werktagskapelle. Damit nicht genug: Der erste Gemeindepfarrer Otto Schwarz konnte sein 60. Priesterjubiläum begehen – und Mesner Herbert Sager erhielt die Silberne Mesnermedaille für 50 Jahre Dienst. Zum Festtag kam Weihbischof Florian Wörner nach Memmingerberg.

Als ob es gestern gewesen wäre, erinnerte sich Dekan i. R. Michael Walch daran, wie er vor vielen Gästen am 19. Juni 1964 den Spatenstich vornehmen durfte. Als junger Kaplan vertrat er den damaligen Stadtpfarrer Max Ziegelbauer. Nicht leicht war es gewesen, für die 1200 Katholiken im evangelisch geprägten Dorf, die bislang von der Stadtpfarrei Mariä Himmelfahrt betreut worden waren, eine Fläche zu finden.

Die 1966 geweihte Kirche St. Ambrosius diente zugleich als Militärkirche für das benachbarte Kasernengelände. Noch heute profitiert der imposante Bau dank dieser Größenordnung von seiner besonderen Akustik. Zum Jubiläum wurde die Orgel generalsaniert. Bei großen Festen unterstützt Organist Adalbert Maier (90) den Ambrosius-Chor und dessen Leiter Josef Schmid, so auch jetzt. Die neu installierten Register Trompete und Krummhorn nutzte er begeistert: „Es verlieh dem ganzen Jubiläum ein sehr feier­liches Klangbild. Die Register machen die Orgel komplett.“

Die „Missa brevis“ von Mozart zeigte die konzertante Seite der Kirche. Sehr volksnah trat der Chor „Horizont“ ganz vorne auf. In Tracht und mit Gitarren bewegten die Chormitglieder die Gläubigen zum Mitsingen.

„Wer gibt, der verliert zunächst etwas“, gab Weihbischof Wörner im Gottesdienst zu bedenken und hatte dann die Antwort des Apostels Paulus parat: „Geben ist seliger denn Nehmen.“ Der Glaube lebe erst vom Geben.

Über die Silberne Mesnermedaille samt Ehrenurkunde freute sich beim anschließenden Pfarrfest Mesner Herbert Sager. Ihm gratulierten die Pfarrer, Weihbischof Wörner und der Mesnerverband und zweiter Landrat Helmut Koch. Bereits als Ministrant hatte Sager die verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Er sei immer „der ruhende Pol“ in St. Ambrosius gewesen, sagten Roman Margazyn und Jolanda Gaßner vom Mesnerverband.

Josef Diebolder

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