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Unbekannte wüten in zwei Kirchen im schwäbischen Königsbrunn

Vandalismus in zwei katholischen Kirchen in Königsbrunn bei Augsburg: Randalierer haben in der Kapelle des Pfarrzentrums "Maria unterm Kreuz" Wachs von Opferstabkerzen auf den Altar, auf Sitzbänke, auf den Boden und ins Weihwasserbecken geschmiert, wie Gesamtkirchenpflegerin Gabriele Weber von der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Königsbrunn am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte. Zudem zerstörten die Unbekannten demnach Kerzen in der Kirche "Zur Göttlichen Vorsehung". Dort sollen die Taten am Sonntag zwischen 12.00 und 19.00 Uhr stattgefunden haben, in der Kapelle bereits am Samstagnachmittag.

Der finanzielle Schaden liegt Weber zufolge im niedrigen zweistelligen Bereich. Er könne allerdings noch wachsen: "Denn obwohl der Mesner in der Kapelle schon stundenlang Wachs abgeschabt hat, werden wir womöglich noch eine Spezialreinigung des Marmorbodens brauchen." Noch schwerer aber wiege der ideelle Abtrag, sagte Weber: "Solche Taten spiegeln einen Zustand, der in der Gesellschaft weit verbreitet zu sein scheint: Es ist bei vielen Leuten kein Respekt mehr da, vor nichts und vor niemandem."
Als Konsequenz der Vorfälle wird es in der Kapelle "Maria unterm Kreuz" vorerst keine Kerzen mehr geben. Darüber hinaus werden in der Kirche "Zur Göttlichen Vorsehung" die Öffnungszeiten eingeschränkt. Außerdem müsse man über die Einführung einer Videoüberwachung nachdenken, fügte Weber hinzu. Schließlich sei es nicht das erste Mal, dass in Königsbrunner Kirchen randaliert werde: "Leider kommt es immer wieder vor, dass Kerzen zerbrochen und zertrampelt werden", sagte Weber. So schlimm wie jetzt sei es aber noch nie gewesen, "jetzt ist der Bogen überspannt". Die Pfarreiengemeinschaft habe daher nun erstmals Anzeige erstattet.
Nähere Informationen zu den Randalierern gebe es bisher nicht, sagte Markus Graf von der zuständigen Polizeiinspektion Bobingen. "Es gibt keine heiße Spur." Auch sei unklar, ob es nur einen oder mehrere Täter gebe.

KNA

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